Bodenqualität als Teil der Raumplanung

Dienstag, 23.06.2020
Die ETH Zürich und die BHP Raumplan AG haben untersucht, wie Informationen zur Bodenqualität in die raumplanerischen Prozesse integriert werden können. Damit dies gelingt, sind vier Voraussetzungen entscheidend: Kommunikation stärken, Verbindlichkeit herstellen, Kompetenzen bündeln sowie Daten erheben.

Der Bodenverbrauch in der Schweiz ist seit Jahrzehnten unvermindert hoch. Um den Boden besser zu schützen, hat der Bundesrat die Bodenstrategie Schweiz verabschiedet. Dazu gehören der überarbeitete Sachplan Fruchtfolgeflächen und das Kompetenzzentrum Boden (siehe News vom 14.5.2020).

Ein wesentliches Ziel der Bodenstrategie Schweiz betrifft die Planung: Die Bodenfunktionen sollen dabei besser berücksichtigt werden, also zum Beispiel der Boden als Ernährungsgrundlage oder auch der Wasser- und Nährstoffkreislauf. Zudem sollen die Aufgaben des Bodens auch bei einer Interessenabwägung mehr Gewicht erhalten. Aktuell werden Bodeninformationen bei raumplanerischen Entscheiden nicht oder kaum berücksichtigt.

Die ETH Zürich hat gemeinsam mit der BHP Raumplan AG im Auftrag der Bundesämter für Umwelt (BAFU) und für Raumentwicklung (ARE) anhand zweier Fallstudien untersucht, welche Bedeutung die Informationen zur Bodenqualität für die Raumplanung haben. Die Erkenntnisse aus den Fallstudien in Lyss (BE) und Volketswil (ZH) wurden in einem Bericht veröffentlicht. Mit den Empfehlungen der Autorinnen und Autoren lassen sich die Bodeninformationen schrittweise in die Planungsprozesse aller Ebenen integrieren.

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