Mehr Gemeinden mit Zweitwohnungsstopp

Dienstag, 31.03.2020
Die Zahl der Gemeinden, deren Anteil an Zweitwohnungen über 20 Prozent beträgt, ist leicht gestiegen: Ende 2019 waren es 371 Gemeinden – 10 mehr als Ende 2018.
Ferienhaus (Pixabay)

Jedes Jahr per Ende März publiziert das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) die akribisch zusammengetragenen Daten über die Zweitwohnungen in der Schweiz. Aktuell sind es 371 von 2202 Gemeinden, die einen Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent haben. Unter dem Strich sind das 10 mehr als im Vorjahr. Als Grund für den Anstieg vermutet das ARE die automatische und präzisere Erfassung in den Wohnungsinventaren der Gemeinden, wie es in der Mitteilung vom 31.3. 2020 heisst.

Demnach liegen per Ende 2019 exakt 18 Gemeinden mehr über der 20-Prozent-Grenze, 8 sind neu unter diese Grenze gefallen. Laut ARE befinden sich vor allem ländlich-periphere und wenig touristische Gemeinden nahe an der 20-Prozent-Grenze für Zweitwohnungen. Ein Grossteil der vom Zweitwohnungsstopp betroffenen Gemeinden befinden sich in den Kantonen Bern, Graubünden, Tessin, Waadt und Wallis.

Am 11. März 2012 nahmen die Stimmberechtigten die Zweitwohnungsinitiative äusserst knapp mit 50,6 Prozent an. Das Bundesgesetz über Zweitwohnungen (ZWG) ist seit Anfang 2016 in Kraft und begrenzt die Anzahl Zweitwohnungen in den Gemeinden grundsätzlich auf 20 Prozent. Es gibt aber diverse Ausnahmen vom Bauverbot, vor allem für Umnutzungen und Erweiterungen bestehender Wohnungen.