Die Verstädterung der Schweiz

Montag, 13.05.2024
Drei Viertel der Bevölkerung in der Schweiz wohnt in einer der 52 Agglomerationen, wie sie das Bundesamt für Statistik (BfS) definiert. Dieser Anteil ist im letzten Jahrzehnt in etwa gleich geblieben. Neu hinzu kamen hingegen drei Agglomerationen.
Stadt/Land Typologie 2020. Quelle: BFS - Raumgliederungen der Schweiz

Alle zehn Jahre ordnet das BfS die Gemeinden neu ein – je nach Dichte, Grösse, Besonderheiten und der Art, wie sie funktional miteinander verbunden sind. Die jüngsten Zahlen zeigen, dass die Schweiz nach und nach verstädtert. So gibt es gemäss BfS-Definition zehn Städte mehr als vor zehn Jahren sowie drei neue Agglomerationen (Burgdorf BE, Mels-Sargans GR, Reinach AG). Jede Agglomeration hat ein dicht besiedeltes Zentrum sowie sogenannte Gürtelgemeinden. In den total 52 Agglomerationen wohnen 6,6 Millionen Menschen, was 74 Prozent (+1,4 %) der Schweizer Bevölkerung entspricht. Der Medienmitteilung des BfS sind weitere interessante Fakten zu entnehmen:

  • Knapp die Hälfte der Gemeinden in der Schweiz ist Teil einer Agglomeration (1034 von 2131 Gemeinden).
  • Die dicht besiedelten Kernzonen (Zentren) in den Agglomerationen weiten sich aus.
  • In den total 172 statistischen Städten wohnen 49 Prozent der Bevölkerung und sind 65 Prozent der Beschäftigten tätig.

Die ganze Dokumentation mit weiteren Karten und Grafiken finden Sie hier.

City Statistics zur Lebensqualität

Das BfS präsentierte auch die neusten Daten zur Lebensqualität in den Städten. City Statistics ist ein europäisches Projekt, an dem sich neun grössere Schweizer Städten mit ihren Agglomerationen beteiligen – europaweit sind es deren 900. Gemessen werden rund 200 Indikatoren wie Einkommen, Lärmbelastung, Umwelt oder die Erreichbarkeit von Dienstleistungen. Die aktuelle Broschüre von 2024 finden Sie hier.

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