Ortsbildschutz

Schützenswerte Ortsbilder tragen zur Qualität und Identität des Siedlungsgebietes bei. Sie können die Attraktivität einzelner Liegenschaften oder ganzer Quartiere steigern. Schützenswerte Ortsbilder können aber auch eine bauliche Entwicklung einschränken und bestimmte Vorhaben ausschliessen.

Ortsbildschutz 

Schützenswerte Ortsbilder tragen  zur Qualität und Identität des Siedlungsgebietes bei. Sie können die Attraktivität einzelner Liegenschaften oder ganzer Quartiere steigern. Schützenswerte Ortsbilder können aber auch eine bauliche Entwicklung einschränken und bestimmte Vorhaben ausschliessen. 

Die vom RPG geforderte Innenentwicklung soll vor allem in zentral gelegenen Gebieten mit gutem Anschluss an den öffentlichen Verkehr erfolgen. Solche Ortszentren stehen oft auch unter Schutz. Konflikte zwischen dem Ortsbildschutz und der Verdichtung treten Insbesondere zu Tage, wenn die Orte im «Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung» (ISOS) aufgeführt sind. 

Geschützte Ortsbilder stehen oft für Identität und Siedlungsqualität 

Das RPG verlangt eine qualitätsvolle Siedlungsentwicklung nach innen (Art. 3 Abs. 3 RPG). Ein wichtiger Aspekt der Qualität ist das Wahren der kulturellen Identität und der eigenen Geschichte. Es ist daher zentral, die Schutzanliegen so früh wie möglich in die Planungsprozesse einzubeziehen. Ein solcher Einbezug erhöht auch die Akzeptanz für Verdichtungsvorhaben in der Bevölkerung. Der Schutz eines Ortsbildes    trägt dazu bei, dass die Bevölkerung die Veränderung ihres Lebensumfelds akzeptiert, ohne Angst haben zu müssen, sich in Zukunft nicht mehr zu Hause zu fühlen. 

Die Interessenkonflikte 

Die Konflikte zwischen Verdichtung und Ortsbildschutz treten häufig erst im Baubewilligungsverfahren zu Tage; das heisst dann, wenn konkrete Bauvorhaben vorliegen. Es ist für alle Beteiligten frustrierend, wenn bereits viel Zeit und Geld für Arbeiten aufgewendet wurden, die sich dann als ungeeignet herausstellen. Aus diesem Grund sollten sich die Gemeinden möglichst früh überlegen, wo und wie sie ihr Siedlungsgebiet verdichten wollen. Die strategischen Instrumente (Siedlungsleitbilder, Raumkonzepte, kommunale Richtpläne) helfen den Gemeinden dabei und bilden die Grundlage für die Nutzungs- und Sondernutzungsplanung. So ist gewährleistet, dass die Anliegen des ISOS einbezogen werden.  

2018 hat EspaceSuisse gemeinsam mit den Kantonen St.Gallen, Schwyz, Solothurn und Graubünden eine Arbeitshilfe zum Thema «Ortsbildschutz und Verdichtung» herausgegeben. Die Arbeitshilfe zeigt, dass sich Schutzinteressen des ISOS und die Verdichtung nicht generell ausschliessen. 

Arbeitshilfe Ortsbildschutz und Verdichtung

Auch zum Thema: Das Beispiel Rüti ZH, wo der konstruktive Umgang mit dem Ortsbildschutz zu mehr Qualität in einer Neubau-Siedlung führte. Diese und weitere Beispiele der gelungenen Innenentwicklung finden Sie auf densipedia.ch, der Plattform für Innenentwicklung. 

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